Work­shop Vogels­ber­ger Rotes Höhenvieh

Datum

18. Juli 2026

Uhr­zei­ten

Beginn: 14:00

Ver­an­stal­tungs­ort

Grill­platz Kirschenallee
Kirschenallee
36341 Lauterbach
Deutschland 

Vogels­ber­ger Rotes Höhenvieh

 

Anzahl der Ver­an­stal­tun­gen: 2

Dauer je Ver­an­stal­tung: 3h

TN – Zahl pro Füh­rung: 15–25 Personen

Ziel­gruppe: Fami­lien mit Kin­dern (für Kin­der zum Mit­ma­chen ab 3 Jah­ren, betreut von den erzie­hungs­be­rech­tig­ten Erwach­se­nen), Ernäh­rungs­be­wusste und inter­es­sierte Menschen

Koope­ra­ti­ons­part­ne­rIn­nen:

Phö­nix­berg und Kol­ping Feri­en­dorf Herbstein, WaldWiesenWei.de

Rin­der und Fleisch­kon­sum als Kli­ma­kil­ler?! – Der Faktencheck 

Rin­der ste­hen im Ruf Kli­ma­kil­ler zu sein. Stimmt, bei inten­si­ver Mas­sen­tier­hal­tung, die auf schnel­les Wachs­tum und Hoch­leis­tung baut. Denn dann wer­den Rin­der hohen Men­gen Kraft­fut­ter und silier­tes Fut­ter gefüt­tert, was dazu führt, dass sie als Wie­der­käuer, des­sen Magen auf die Ver­dau­ung von fri­schem Gras oder auf Heu (getrock­ne­tem Gras) aus­ge­legt ist, Ver­dau­ungs­pro­bleme bekom­men und dem­nach ver­mehrt fur­zen und somit hohe Men­gen Methan­gas ausstoßen. 

Bedeu­tet das, dass Rin­der bei der rich­ti­gen und ihrem Wesen ent­spre­chen­den Füt­te­rung keine Kli­ma­kil­ler sind?

Ja, denn wenn Rin­der statt auf inten­siv gedüng­ten Flä­chen und in Mas­sen­hal­tung mit Kraft­fut­ter und silier­ten Fut­ter gefüt­tert wer­den, auf exten­siv bewirt­schaf­te­ten Flä­chen wei­den, Heu zuge­füt­tert und wenig bis kein Kraft­fut­ter erhal­ten, dann sind sie sogar Klimaschützer.

Denn mit der rich­ti­gen Füt­te­rung und wesens­ge­we­sen Hal­tung von Rin­dern, ins­be­son­dere regio­na­len und somit an die Stand­ort­be­din­gun­gen ange­pass­ten Rin­der­ras­sen, wie z.B. den Vogel­ber­ger Rotem Höhen­vieh (VB RHV) kann sogar aktiv Kli­ma­schutz betrie­ben werden. 

Das Resul­tat bei einer Wie­der­käu­er­ge­rech­ten Füt­te­rung sind Rin­der, die keine Kli­ma­schäd­linge sind, son­dern Tiere, die hel­fen wich­tige Lebens­räume und Kul­tur­land­schaf­ten zu schützen. 

Das Vogel­ber­ger Rote Höhen­vieh (VB RHV) ist eine tra­di­tio­nelle und genüg­same, opti­mal an die Stand­ort­an­sprü­che des Vogels­bergs ange­passte Rin­der­rasse. Der Erhalt die­ser Rin­der ist eine Kul­tur­leis­tung der hie­si­gen Land­wirt­schaft. Es wird aus­schließ­lich in klei­ne­ren Her­den (< 100 Tiere) und exten­siv mit Wei­de­gang gehal­ten. Das passt zu sei­nem lang­sa­men Wachs­tum und sei­ner Robust­heit. So kann Fleisch und Milch auf nach­hal­tige Weise für den beson­de­ren Genuss entstehen.

Zudem wird mit der Bewei­dung die­ser Rin­der­rasse unsere hei­mi­sche Kul­tur­land­schaft gepflegt und erhal­ten, was Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­schutz för­dert. Somit trägt das VB RHV auch zum Erhalt von Boden­di­ver­si­tät bei und sichert die Pflege von Natur­schutz­ge­bie­ten, in denen kein Maschi­nen­ein­satz zuläs­sig ist. 


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